Blumensamen – jetzt schon für 2018 sammeln

Hobbygärtner sind experimentierfreudig! Wir probieren immer wieder gerne etwas Neue aus – deshalb sammeln wir die Samen von herrlichen Blumen, aromatischen Kräutern und manchmal auch in Blüte gegangenem Gemüse. 

Die Selbstversorgung mit Saatgut geht vor allem bei einjährigen Sommerblumen besonders gut. Fuchsschwanz, Löwenmaul, Ringelblume, Kornblume, Schmuckkörbchen, Natterkopf, Sonnenhut – um nur ein paar zu nennen – sie warten nur darauf „beerntet“ zu werden.

Gartenexperte Andreas Modery betont: Den Samen so lange wie möglich an den Pflanzen reifen lassen und erst dann abnehmen, wenn die Samen fast schon „totreif“ sind. (also ziemlich hart, mit dem Daumennagel kaum noch einzudrücken) Das selbstgeerntete Saatgut wird noch einige Zeit luftig getrocknet und dann in Gläsern mit Schraubverschluss gut verschlossen aufbewahrt. Und vergessen Sie nicht, das Glas sofort zu beschriften!

Bei den zweijährigen Zierpflanzen eignen sich zum Selbstversorgen Stockrosen, Goldlack und Fingerhut.

Ersparen Sie sich das Samensammeln bei allem, was Hybrid heißt! Hybridisierte Kulturen spalten in der zweiten Samengeneration auf. Was z.B. als Hybrid-Petunie traumhaft groß und intensiv blühte, kann aus selbstgesammelten Saatgut ein Jahr später vergleichsweise unscheinbar und blassfarben blühen. Nur Züchter sind durch gezielte Methoden in der Lage, den Hybrideffekt aufrechtzuhalten.