Blühende Zweige im Advent

Auch wenn es draußen friert, kann es trotzdem drinnen wunderschön blühen. Gartenexperte Andreas Modery verrät wie das gelingt.

Auch wenn es draußen friert und schneit, verwöhnt uns der Garten mit herrlichen Blüten! Dabei ist nur wichtig, dass die Ziersträucher im Garten in den vergangen Tagen und Nächten von Väterchen Frost geküsst wurden. Frost sorgt nämlich dafür, dass alle Knospen an den Zweigen gleichmäßig erblühen.

Expertentipp: Zuerst die Schere, dann das Messer! Achten Sie vor dem Schneiden auf die Knospen am Trieb. Dicke Knospen bringen Blüten hervor, spitze und dünne Knospen dagegen Blätter.

Mit der Gartenschere werden Zweige zunächst aus den Ziersträuchern geschnitten. Dann werden die Schnittflächen mit einem scharfen Messer schräg angeschnitten. Dieser Anschnitt sollte so lang und schräg wie möglich sein. Kräftigere Äste werden mit einem Hammer leicht angeklopft, sodass sich die Holzfasern leicht aufspalten. Anschließend werden die Zweige aus ihrem Winterschlaf erweckt: Dazu legt man diese für ein paar Stunden in etwa 35 Grad warmes Wasser. Erst danach werden die Zweige in eine Vase mit handwarmen Wasser gestellt. 

Wichtig: Die Vase mit den Zweigen sollte niemals neben die Heizung gestellt werden. Denn die geringere Luftfeuchtigkeit trocknet die zarten Blütenblätter sofort ein, zudem sollten Sie spätestens alle drei bis vier Tage das Wasser wechseln und die Vase reinigen. Bakterien könnten sonst die Leitungsbahnen verstopfen.

Geeignete Gehölze:
Fast alle winter- und frühlingsblühenden Gehölze zaubern Blüten in der Vase hervor: Forsythie, Kirsche und Apfel, Zierquitte, Zierformen von Pflaume und Kirsche, Schneeball und Winterjasmin Sie alle lassen sich problemlos zur Blüte antreiben.