Avocado - nicht nur für Feinschmecker

Avocadoscheiben mit Zitronensaft oder Avoladocrem mit Knoblauch zum Dippen oder ... nun - Hobbygartler interessiert nicht nur das gute Essen, sondern auch das nachziehen solcher Pflanzen. Wählen Sie möglichst eine sehr reife Frucht (Fruchtfleisch muss weich sein). Die Frucht vorsichtig mit dem Messer öffnen – den Kern nicht verletzen – und diesen vorsichtig entnehmen und ihn unter lauwarmem Wasser von anhaftendem Fruchtfleisch säubern.

Füllen Sie ein nicht zu kleines Pflanzgefäß zuerst mit einer Drainageschicht (Blähton oder Tonscherben), dann mit Blumenerde und etwas Sand zu Dreiviertel auf, so dass noch gut dreifingerbreit Platz zum Topfrand bleibt. Danach wird der Avocadokern mittig, mit der leicht angedeuteten Spitze nach oben auf die Erdoberläche gelegt.

Dann wird nur noch soviel von der Blumenerde/Sand Mischung dazu gegeben, dass noch 2/3 des Kerns sichtbar bleibt. Daran schließt sich eine Wässerung mit lauwarmem Wasser an. Idealerweise verwenden wir hierfür ein Sprühgerät, denn beim Gießen mit der Gießkanne wird sehr leicht das Substrat teilweise weggeschwemmt.

Den Avocado-Nachwuchs stellt man an einen warmen, hellen Platz. Das Substrat muß immer ausreichend feucht aber nicht nass gehalten werden. Sobald sich ein Trieb mit vier Blättern entwickelt hat, sollte man die Triebspitze entfernen (auch wenn's einem noch so weh tut). Andernfalls bildet sich ein einzelner, langer dürrer Trieb, der sich erst in großer Höhe verzweigt. Wichtig ist auch eine hohe Luftfeuchte (täglich sprühen). Den ganzen Sommer braucht die Avocado sehr viel Wasser.

Von März bis August gibt man alle zwei Wochen etwas Flüssigdünger in das Gießwasser. Umgetopft wird im Frühjahr. Mischen Sie der Einheitserde etwas Lehm bei; wenn man reine Blumenerde verwendet, vergilben die Blätter leicht. Beim Umtopfen können Sie lange Triebe etwas zurückschneiden.