African Soul Meran

Eine Tür öffnen und sich so fühlen, als wäre man in Afrika: afrikanische Musik hören, afrikanische Spezialitäten essen und dabei von freundlichen, afrikanischen Servicekräften bedient werden. Das können sie schon bald im „African Soul Restaurant“ in Meran erleben.

Kelly kommt aus Nigeria und ist Koch im African Soul Restaurant in Meran. Er zaubert afrikanische Gerichte - von Suppen über verschiedene Reisspezialitäten und vieles mehr - auf die Teller seiner Gäste. Er ist voller Vorfreude auf seine neue Arbeit und fest davon überzeugt, dass dieses Projekt ihm und seinen Kollegen eine gute Perspektive bieten wird. 

Integration ist schwierig, vor allem wenn es einen so viele Dinge von den Menschen im neuen Heimatland unterscheiden. Umso wichtiger ist es, auf einander zuzugehen und ins Gespräch zu kommen. Und wo funktioniert das besser als bei der Arbeit? Mehrere afrikanischen Flüchtlinge bekommen nun die Chance auf Integration und zeigen ab Montag, den 11. Dezember, was sie drauf haben.

Die Idee für das African Soul Restaurant in Meran hatte Isabel Hansen, Vizepräsidentin der Sozialgenossenschaft Spirit. Flüchtlinge und Asylwerber können hier Praktika absolvieren, bei denen sie – begleitet von Fachpersonal – all das lernen, was sie in der Südtiroler Gastronomie für einen Job als Hilfskoch, Abspüler oder Bedienung brauchen können.

Das Konzept wirkt sehr stimmig. Nicht nur die Speisen und das Personal kommen aus Afrika, auch die Einrichtung erinnert mit farbigen Stoffen an den schwarzen Kontinent. Das Geschirr ist der Tradition gemäß aus Ton und beim Essen mit bloßen Händen überkommt auch den emotionslosesten Besucher schlussendlich afrikanisches Feeling. Wem das zu viel ist, werden aber gerne Messer und Gabel gereicht.

Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der 5. Klasse der Hotelfachschule Kaiserhof. „Wir sind stolz darauf das erste afrikanische Restaurant Südtirol mit unserem Know-how unterstützen zu dürfen“, so Nadine Losso. Die Schüler unterstützen Flüchtlinge und Asylbewerber über einen längeren Zeitraum hinweg, von der Eröffnung bis zur wirtschaftlichen Selbständigkeit – und sehen diese Erfahrung als eine Möglichkeit im Integrationsprozess mitzuhelfen. „Wir helfen Flüchtlingen und Asylwerbern vor allem bei Themen, welche für sie Schwierigkeiten aufwerfen, beispielsweise Allergene, korrekter Service, Menü-Zusammenstellungen sowie europäische (Hygiene-)Standards“, erklärt Sofie Haller.

Im Februar plant die Schulklasse vom Kaiserhof auch ein gemeinsames Event, bei dem eventuell die afrikanische und Südtiroler Küche miteinander vermischt. Man darf gespannt sein!

Ab Mittwoch, den 13. Dezember ist das African Soul offiziell in der Petrarcastraße in Meran für seine Gäste geöffnet. Wir wünschen guten Appetit!

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