Achtung bei Mietautos

Bei den Autovermietern wird geschummelt und abgezockt. Mit einigen Vorkehrungen kann man sich aber gegen die Tricks der Mietautounternehmen wehren.

Die italienische Wettbewerbsbehörde hat die Branche im Auge und kürzlich zwei Firmen wegen unlauteren Geschäftspraktiken in Millionenhöhe bestraft. Dabei handelt es sich um Maggiore und Locauto. Zum einen haben beide Firmen zu hohe Kautionen und zu teure Zusatzversicherungen verlangt. Zum anderen hat Locauto auch sonst zugelangt, sagt Rebecca Berto, Rechtsberaterin der Europäischen Verbraucherzentrale.

Ein Verbraucher wurde beispielsweise beschuldigt, Kratzer und Dellen verursacht zu haben, und musste dafür mit den entsprechenden Kosten gradestehen – für Schäden, die jemand anderes verursacht hatte. Denn bei den Übergangsformularen wurde nicht jeder Kratze und jede Delle richtig angekreuzt.

Und er war bei Weitem nicht der einzige. In der Branche geht es zu wie im Wilden Westen, sagt die Verbraucherschützerin, deswegen muss man sich vorab schützen.

Wichtig: Zunächst einmal die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) durchlesen. Besonders wichtig sind Zusatzversicherung, Preise und eventuelle Schäden. Denn das sind genau die Punkte wo dem Kunden böse Überraschungen blühen. Lassen Sie sich jeden Mangel, jede Delle und sonstigen Mängel bei der Übergabe protokollieren.

Ein wertvoller Tipp von Rebecca Berto ist, mittels Smartphone oder Videokamera eine kurze Runde ums Auto und gleichzeitig Aufnahmen zu machen. Besonders im Falle einer Reklamation ist solch ein Filmmaterial wertvoll. Fotografieren Sie auch den Kilometerstand. Das ist die beste Vorbeugung. Die Firmen tricksen, weil Sie wissen dass, dies nur die wenigsten tun.